Presseartikel über Rosmarie Brunner

Magazin 50plus, Juni 2014: Von der Pfarrerin zur freien Theologin, Clownin und Gastgeberin

Rosmarie Brunner: Pfarrerin, freie Theologin

«Mit 50 überlegte ich, was ich bisher gemacht habe und fragte mich: Wie geht es die nächsten 25 Jahre weiter?»
 
Seit Ende des Studiums war Rosmarie Brunner Pfarrerin in Liestal. Dann hatte die Baslerin gemerkt, dass sie grundsätzlich etwas ändern muss. Den Beruf wollte sie aber nicht wechseln. «Ich beschloss, als freie Theologin weiterzuarbeiten.» Seit fünf Jahren führt Brunner als Selbständige Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen durch. «Feiern nach Mass» steht als Überschrift auf ihrer Hompage - ihre Kunden entscheiden, ob der besinnliche Anlass am See, in einer Waldhütte oder doch in der Kirche stattfindet. Sie sei für alle da, sagt die Theologin...
 
Den vollständigen Artikel von Benedikt Lachenmeier finden Sie im Magazin 50plus Nr. 3 Juni 2014 (Das Magazin für ein genussvolles Leben) in der Rubrik «Gesellschaft».
 

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BEST OF BASEL vom 18. November 2013: Seelensorgfalt

Rosmarie Brunner im Magazin Best of Basel
BEST OF BASEL 7, Seiten 62/63

Viele Menschen wollen nicht auf einen Seelsorger verzichten ..., auf die Kirche jedoch schon. Als selbstständige Theologin öffnet Rosmarie Brunner Räume für Gefühle und Unaussprechliches, bringt Stilles und Zwischentöne zur Geltung.

Rosmarie Brunner hat an den Universitäten Basel und Bonn evangelische Theologie studiert und war über 25 Jahre Pfarrerin in Liestal. Heute arbeitet sie als freie Theologin und hilft mit grosser Empathie und ideenreichen Einfällen bei den kleinen und grossen Herausforderungen des Alltags. In den persönlichen Gesprächen mit Brautpaaren, Trauernden und Taufeltern hört sie mit offenem Herzen und offenen Sinnen zu. Während den Feiern ist sie präsent, berührend, fesselnd. Ihre Ausdrucksweise ist der jeweiligen Situation, der Stimmung, der individuellen Befindlichkeit angepasst. Ihre bildreiche, poetische Sprache, die nahe bei den Menschen und ihrem Erleben ist, inspiriert zum Lachen und zum Weinen. Rosmarie Brunner weiss aber, dass sich mit Worten nicht alles ausdrücken lässt. Das Resultat sind deshalb massgeschneiderte Feiern, individuelle Rituale für Menschen. Innerhalb und ausserhalb der Kirchen. Das Leben lädt uns zu mannigfaltigen Übergängen ein: Geburt, Hochzeit, Tod. Ja, das sind die Klassiker unter den Lebensübergängen! In diesen Zeiten des Umbruchs, der Neuorientierung ist eine kompetente Begleitung hilfreich. Bei einer Geburt zum Beispiel erarbeite ich im Gespräch mit den Eltern ein Ritual zur feierlichen Begrüssung des Neugeborenen. Das kann eine Taufe oder eine Segnung sein. Brautpaare hingegen erzählen mir ihre einzigartige Liebesgeschichte, und ich gestalte daraus eine vergnügttiefsinnige Feier am Ort ihrer Wahl. Im Leben wollen die vielen kleinen und grossen Abschiede betrauert sein. Wie helfen Sie bei einem Todesfall? Das Abschiednehmen ist ein langer, schmerzvoller Weg. Sei es bei der Trennung vom Partner, beim Wegzug der Kinder oder natürlich beim Tod eines nahen Menschen. Der Tod …, er kommt. Unversehens, hinterhältig, herbeigesehnt, unerwartet, zur Unzeit. Menschen möchten deshalb durch ihre Trauer begleitet sein. Oft mit Ritualen, die helfen und heilsam wirken. Als freie Theologin kann ich Inhalt und Form des Rituals in freiem, auch religiösem Rahmen und vor allem ganz im Sinne der Betroffenen planen und gestalten. Als Zeremonienleiterin führe ich die Protagonisten und ihre Gäste durch die Feier. Ob in der Kirche oder unter freiem Himmel, ob im Schloss oder in der Scheune: Ich bin einfach da.

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Link zum Magazin: «BEST OF BASEL 7» Der vollständige Artikel ist auf den Seiten 62 und 63 zu sehen.

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BKB-LadyNews vom 17. Okt. 2013: Das Unsagbare zum Ausdruck bringen

Rosmarie Brunner, BKB Lady Consult
BKB News, Lady Consult vom 17. Oktober 2013

BKB-LadyNews vom 17. Okt. 2013: Die freie Theologin Rosmarie Brunner aus Basel erzählt unter "Einblicke" von ihrer Tätigkeit und der Begegnung mit dem Tod. 

Rosmarie Brunner (1958) hat sich nach 25 Jahren im Pfarramt 2009 als freie Theologin selbstständig gemacht. Seither bietet sie für Menschen inner- und ausserhalb der Kirche massgeschneiderte Feiern anlässlich wichtiger Lebensübergänge wie Hochzeit, Taufe oder Beerdigung an. Neben ihrer Tätigkeit als freie Theologin tritt sie seit Jahren als Clownin im Clowntheater «sensibellas» auf und amtet als Kursleiterin für Stellensuchende zu den Themen Standortbestimmung und Bewerbungstraining. Ausserdem führt sie seit drei Jahren ein kleines Bed and Breakfast namens «Die Karawanserei».

Dem Erben geht immer der Tod eines nahestehenden Menschen voraus, oft verbunden mit den unterschiedlichsten Gefühlen der Angehörigen. Die freie Theologin Rosmarie Brunner begleitet seit Jahrzehnten Menschen in wegweisenden Momenten des Lebens.

Nach 25 Jahren im evangelischen Pfarramt hat sich Rosmarie Brunner vor vier Jahren als freie Theologin selbstständig gemacht. Als solche umfasst ihr Dienstleistungsspektrum das Gestalten von stimmigen Feiern anlässlich von Taufen, Hochzeiten oder der Beerdigung eines geliebten Menschen. «Im Vorfeld einer Trauerfeier treffe ich mich mit den engsten Angehörigen zu einem ausführlichen Gespräch. Sie erzählen mir, wer unter welchen Umständen gestorben ist, und wir klären Fragen wie: ‹Wie schauen wir auf das Leben des Verstorbenen zurück?› oder ‹Was hilft uns beim Abschiednehmen?›», erklärt Brunner. Nach dieser ersten Phase macht sie sich an das Vorbereiten der Feier. Wichtigster Punkt dabei: Das Schreiben der Rede. «An einer Trauerfeier mit teilweise bis zu tausend Personen sind Gefühle unterschiedlichster Art vorhanden: von tiefer Trauer über Wut und Verwirrtheit bis hin zu Freude darüber, dass die Person – vielleicht am Ende eines langen Leidenswegs – nun endlich zur Ruhe gefunden hat. Diese Gefühle aufzufangen und zu tragen – darin sehe ich meine Aufgabe und darin liegt meine Begabung.» Brunner tut dies hauptsächlich durch eine gut vorbereitete und an die Situation angepasste Rede sowie durch ihre Präsenz während der Feier. «Obwohl ich zu vielen hundert Leuten spreche, versuche ich, den Anwesenden das Gefühl zu geben, ich spräche mit ihnen persönlich.» Dabei sei es wichtig, altgediente Floskeln, wie man sie aus dem institutionellen Rahmen der Kirche kennt, zu vermeiden und so direkt und liebevoll wie möglich zu sprechen. «Gerade in Momenten der Trauer ist der Mensch oft sehr dünnhäutig. Deshalb ist nicht nur die Wahl der richtigen Worte von grosser Bedeutung, sondern auch die Art und Weise, wie ich mit den Trauernden spreche.»

«Obwohl ich zu vielen hundert Leuten spreche, versuche ich, den Anwesenden das Gefühl zu geben, ich spräche mit ihnen persönlich.» ...

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Website der Basler Kantonalbank besuchen:
Artikel zu Rosmarie Brunner

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Neubad Magazin, Dezember 2012: zuFrieden

Neubad Magazin, Rosmarie Brunner freie Theologin

Jammern tut gut. Klar, Sie machen das nie. Oder nur ganz selten und immer aus gutem Grund. Letzthin hat mir eine junge Frau gestanden, dass sie oft jammere; über die kalten Hände beim Velofahren, über das bisschen zu viel – oder zu wenig? – Salz in der Suppe, über die dunkle Strassenlampe, über den verspäteten Pöstler, über die ungeputzte Waschküche, über den langweiligen Film heut Abend, über ....

Und mit einem Schmunzeln im Gesicht hat sie angefügt, dass sie wisse, dass dieses Jammern auf sehr hohem Niveau geschehe – verglichen mit Menschen in wirklich schweren Lebenssituationen. Es hat mich beeindruckt, dass sie schon in jungen Jahren um die Relativität des Jammerns weiss.

Als selbständige Theologin habe ich oft mit Menschen zu tun, die allen Grund zu jammern hätten. Sie erzählen mir von diesem geliebten Menschen, den sie soeben verloren haben. In diesen Trauergesprächen wird sozusagen nie gejammert. Es wird viel geweint und auch gelacht.

In der Tiefe nehmen die meisten Menschen ihre wesentlichen Gefühle wahr. Unwesentliches, das einen im Alltag zum Jammern bringt, verschwindet aus dem Blickwinkel. Man braucht alle Kräfte für die Trauer, fürs Abschiednehmen von diesem Menschen, von mit ihm verknüpften Erwartungen, von Unerledigtem, von Nichtgelebtem. Diesen Abschiedsweg zu gehen braucht seine Zeit – selig, wen dieser Weg zum Frieden führt.

Auf hohem Niveau
Zufrieden sein, im Frieden sein mit sich und der eigenen Lebenswirklichkeit – das ist eine Kunst auf hohem Niveau. Was mache ich mit der Gier und der Missgunst, diesen giftigen Zwillingen? Sie schleichen sich zur Hintertür rein, laden ihren bitteren Geschmack in allen Räumen und Ritzen ab bis alles von ihrem Gift getränkt ist.

Zur Vordertüre herein bitten
Wenn sich bei mir Gier und Missgunst zur Hintertür schleichen, dann öffne ich die Haustür ganz weit und bitte die beiden in die gute Stube, serviere ihnen Schokolade und verwickle sie in ein Gespräch. Sehr interessant, was die giftigen Zwillinge über mich erzählen! Wo ich zu kurz gekommen bin, wo ich mich übergangen gefühlt habe, wo ich mich nicht für mich und für andere eingesetzt habe. Und dann jammern wir dreistimmig bis die Schokolade alle ist. Ich begleite sie zur Vordertür und sie zotteln zufrieden ab. Und ich freue mich über meinen Erkenntniszuwachs und dass es mir gelungen ist, das Gift umzuwandeln in Dünger.

Solcher Dünger (und die Schokolade...) lässt mich schärfer sehen und nimmt gleichzeitig meinem Blick auf andere die Härte. Dieser Zuwachs an Selbstwahrnehmung bremst mein Tempo bei der Aburteilung meiner Mitmenschen und relativiert den Anspruch auch an die eigene Perfektion. Klar und liebevoll. Diese Qualität des Blickes begegnet mir oft bei den Brautpaaren, die mir in den Vorbereitungsgesprächen zur Hochzeit ihre Liebesgeschichte erzählen.

Klar und liebevoll
Noch nicht zugekleistert mit Erwartungen, sondern voll Freude über das, was ist. Ganz ähnlich den Kindern, die im Advent die Vorfreude geniessen, das Angeregtsein für das nahende Ereignis. Das Fest beginnt mit der Vorfreude.

Ja, schon, aber was dieses Fest wieder alles mit sich bringt! Vielen von uns wird schon halb übel, wenn sie nur an Weihnachten denken. Erwartungen in allen Variationen wollen jegliche Freude ersticken.

Auch hier gilt: Vordertüre auf, Erwartungen rein, Schokolade auftischen und vielstimmig jammern! Und aadie!

Jammern tut gut – sich freuen ebenso.

 

Rosmarie Brunner, freie Theologin
Rosmarie Brunner ist selbstständige Theologin und bietet Begleitungen in Lebensübergängen an, z.B. bei Hochzeit, Taufe, Trauerfeier. Sie wohnt im Neubad an der Grimselstrasse 10, wo sie auch das Bed and Breakfast «Die Karawanserei» führt.

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Baslerstab vom 19. Mai 2011: Pfarrerin mit Pfiff

Rosmarie Brunner, Pfarrerin mit Pfiff

BASEL – Die Heiratssaison hat begonnen. Wer sich auf spezielle Weise vermählen will, der ist bei Tausendsassa Rosmarie Brunner genau richtig.

Rosmarie Brunner sitzt neben ihrem vollgepackten Pult. Nur gerade ihr Laptop findet im Gewühl von Notizzetteln, Büchern und buntem Krimskrams ein kleines Plätzchen. Auch der Rest ihrer Wohnung im Neubadquartier spiegelt ihre Person wieder: bunt, verziert und gemütlich.
Rosmarie Brunner ist Theologin. Über 25 Jahre war sie Pfarrerin in Liestal. «Ich hatte viel mit Menschen zu tun, die eine grosse Distanz zur Institution Kirche haben. Für diese wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit als Theologin,» erklärt sie. Immer wieder wurde sie von jungen Paaren angesprochen, welche zwar «kirchlich», aber nicht in der Krche heiraten wollten. Damit war Rosmarie Brunners Geschäftsidee geboren, und sie gründete ihr «Büro für Tat und Rat - originelle Lösungen für die Herausforderungen des Lebens».
«Sei es bei einer Hochzeit, einer Taufe oder bei einer Beerdigung: Viele Menschen wollen nicht auf einen Seelsorger verzichten, auf die Kirche jedoch schon. Ich organisiere dann die Feier «professionell» versichert Rosmarie Brunner.

Hochzeit auf dem Schiff
So hat sie gerade letzte Woche ein junges Paar auf einem Schiff auf dem Thunersee vermählt. Die beiden sind leidenschaftliche Hochseesegler. Ein anderes Paar wünschte sich die Trauung in den Rebbergen in Liestal, ein weiteres in einem Stadtpark, wiederum andere in einer Scheune auf dem Bauernhof.

Rosmarie Brunner macht alles Machbare und sogar noch ein bisschen mehr möglich. Sie trifft sich mit jedem Paar zwei bis vier mal und geht genau auf deren Wünsche ein. ...

 

Baslerstab vom 19. Mai 2011, von Andrea Perrig: Pfarrerin mit Pfiff Download des vollständigen Artikels als PDF-Datei (851 Kb)

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Basler Zeitung vom 26. Februar 2010: Mit Worten allein lässt sich nicht alles ausdrücken

Artikel über Rosmarie Brunner in der Basler Zeitung

von Michael Jossen

Im Gang ihrer Wohnung dienen an die Wand genagelte Spachtel als Garderobe. Auf dem Tisch steht ein Kerzenständer, der ebenfalls aus vermeintlichem Müll rezykliert wurde. Rosmarie Brunner ist schrill. Sie bezeichnet sich unter anderem als «Seelsorgerin», «Querdenkerin» und «Wortakrobatin». Sie gestalte Rituale, erzählt die 51-jährige Allrounderin über sich selber. Hinter solch eigenartig anmutenden Beschreibungen verbirgt sich allerdings eine langjährige Berufserfahrung: Ein Vierteljahrhundert lang arbeitete sie als Pfarrerin in Liestal.

Sie stand stets im Kontakt mit Menschen. «Auch Personen, die nichts mit der Kirche zu tun haben, konnte ich helfen.» Manchmal wurde ihr Geld für ihre Arbeit geboten. Aber sie nahm keines an. «Die Menschen fühlen sich unwohl, wenn sie für eine Dienstleistung nichts bezahlen müssen.» Das könnte der ausschlaggebende Grund gewesen sein, dass sie sich im Oktober 2009 selbstständig gemacht hat. «So ist das ein fairer Deal für beide.»

In ihrer langen Zeit als Pfarrerin bemerkte sie, dass sich die Leute von der Kirche entfremden. Deshalb möchte sie Leuten spirituellen Beistand bieten, die den kirchlichen Institutionen eher kritisch gesinnt sind. Zu unpersönlich fände die heutige Generation den Kontakt mit der Kirche. «Trotzdem benötigen viele Menschen Hilfe, um mit neuen Lebensumständen zurechtzukommen». Losgelöst von der Kirche läutet die Pfarrerin mit diesen Leuten Lebensübergänge feierlich ein. Vor allem Personen, die einen beruflichen Wechsel verfolgen oder in einer Beziehungskrise stecken, finden den Weg zu ihr.

Zeremonie
Die reformierte Theologin versucht in Gesprächen herauszufinden, was ihre Kunden wünschen und gestaltet eine passende Zeremonie. Für ein Beerdigungsritual beispielsweise befragt sie die Angehörigen, welche Musik der Verstorbene gerne gehört hat und welche positiven Erinnerungen an ihn geknüpft sind. Solche Informationen fliessen in das Ritual mit ein. ...

 

Basler Zeitung, 26. Februar 2010: «Mit Worten allein lässt sich nicht alles ausdrücken»
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